• Der Vergütungsbericht

Transparenz, auch bei den Personalkosten.Der Vergütungsbericht.

Alphabet bekennt sich zu einer verantwortungsbewussten und transparenten Unternehmensführung. In diesem Sinne und in Übereinstimmung mit der Verordnung über die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Vergütungssysteme von Instituten (Institutsvergütungsverordnung - InstitutsVergV) veröffentlicht das Unternehmen jährlich einen Vergütungsbericht.

Vergütungsbericht Alphabet Fuhrparkmanagement GmbH gemäß § 16 InstitutsVergV

Stand: 06/2016

Ausgestaltung des Vergütungssystems

Ziel des Vergütungssystems der Alphabet Fuhrparkmanagement GmbH ist zum einen die marktgerechte Vergütung und zum anderen die Unterstützung des Erreichens der Unternehmensziele. Die Vergütung der Mitarbeiter und der Geschäftsleiter orientiert sich demzufolge an ihrer persönlichen Leistung und an der Ergebnisqualität des Unternehmens.

Zum Stichtag 31.12.2015 beschäftigte die Gesellschaft einschl. Geschäftsleiter 451 Mitarbeiter (ohne Leiharbeitnehmer, Praktikanten, Diplomanden etc.). Der Gesamtbetrag ihrer Vergütungen belief sich auf € 31.988.725; er teilt sich auf in € 28.102.449 fixe und € 3.886.276 variable Vergütung. Begünstigte der variablen Vergütung sind alle Mitarbeiter.

Die Alphabet Fuhrparkmanagement GmbH differenziert in ihrer Vergütungsstruktur wie folgt:

- Mitglieder der Geschäftsführung,
- Mitarbeitern von Kontrolleinheiten sowie
- alle anderen Mitarbeiter.

Daneben besteht die Einordnung in die Führungsebenen der BMW Group wie folgt:

Bezeichnung

Gruppe

Abkürzung

Hauptabteilungsleiter

Obere Führungskräfte

OFK

Abteilungsleiter

Mittlere Führungskräfte

MFK

Gruppenleiter

Außertarifliche Führungskräfte

AFK

Neben dem Grundgehalt, bestehend aus 12 Monatsgehältern, und einem Weihnachts-und Urlaubsgeld für alle Mitarbeiter bis einschließlich AFK (ohne MFK und OFK), erhielten im Geschäftsjahr 2015 alle Mitarbeiter und Geschäftsleiter eine am Unternehmenserfolg und an der persönlichen Zielerreichung orientierte Tantiemezahlung. Mit einem zusätzlichen Konzernbonus partizipieren die MFK und OFK auch am Erfolg der BMW Group.

Über die Barvergütung hinaus gewährt die Gesellschaft ihren Mitarbeitern Zusatzleistungen wie z.B. Leistungen zur betrieblichen Altersvorsorge sowie, abhängig von der Entgeltgruppe / Tätigkeit, Dienstfahrzeugnutzung und Gruppenunfallversicherung. Daneben sind die Mitarbeiter der Gesellschaft zur Teilnahme am Vorzugsaktienprogramm der BMW AG berechtigt.

Die variable Vergütung i.S.d. InstitutsVergV der OFK / Geschäftsleiter beträgt zwischen 25% und 30% des Planjahreseinkommens, die der MFK ca. 20% des Planjahreseinkommens Die fixe Vergütung ist hinreichend hoch; eine signifikante Abhängigkeit der OFK / Geschäftsleiter oder MFK von der variablen Vergütung besteht demnach nicht.

Tantiemezahlung

Die Zielerreichung des Unternehmens wird auf Basis eines Zielerreichungsfaktors bemessen. Der Zielerreichungsfaktor ist in einer Zuordnungstabelle festgesetzt und berücksichtigt den Profit before Tax (PbT) und den Return on Risk-Adjusted Capital (RoRaC) nach IFRS. Der PbT ist die wichtigste Steuerungsgröße des Unternehmens; mit dem RoRaC erfolgt eine ex-ante-Risikoadjustierung. Es werden sowohl Anreize für den absoluten Geschäftserfolg (PbT) als auch den relativen Geschäftserfolg (RoRaC) gesetzt.

Die Zuordnungstabelle basiert auf der Renditeerwartung der BMW AG an die Alphabet Fuhrparkmanagement GmbH und der langfristigen Unternehmensplanung. Sie kann grundsätzlich an veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen angepasst werden; dazu wird sie jährlich überprüft. Eine regelmäßige Anpassung ist jedoch nicht vorgesehen. Die Zuordnungstabelle ist vielmehr langfristig ausgerichtet, um von jährlichen Planungsprozessen und Zielvorgaben unabhängig zu sein.

Gem. § 5 Abs. 4 InstitutsVergV darf sich die Höhe der variablen Vergütung von Mitarbeitern der Kontrolleinheiten und den Mitarbeitern der von ihnen kontrollierten Organisationseinheiten nicht maßgeblich nach gleichlaufenden Vergütungsparametern bestimmen, da ansonsten die Gefahr eines Interessenkonfliktes besteht. Dieser Anforderung wird dadurch Rechnung getragen, dass 50% der Tantieme jeweils von der individuellen Zielerreichung abhängt. Die individuellen Ziele der Mitarbeiter der Kontrolleinheiten unterscheiden sich von den individuellen Zielen der Mitarbeiter der von diesen kontrollierten Organisationseinheiten; auf ein grundsätzlich anderes Tantiemesystem für Mitarbeiter von Kontrolleinheiten wurde deswegen verzichtet.

§ 7 Prüfung

Die Höhe der Tantiemezahlungen wird über Betriebsvereinbarungen bzw. einzelvertragliche Zusagen geregelt und folgt einem formalisierten Prozess. Der Gesamtbetrag der variablen Vergütung gemäß § 7 InstitutsVergV ermittelt sich aus der Summe der einzelnen Tantieme-Zielwerte multipliziert mit der tatsächlichen Zielerreichung. Gemäß § 7 InstitutsVergV ist jährlich zu überprüfen, ob die Auszahlung des Gesamtbetrags der variablen Vergütungen die Ertragslage, Liquiditätslage und Eigenkapitalausstattung der BMW Bank nicht einschränkt. Um den Anforderungen gerecht zu werden, wird eine quantitative Gesamtbetrachtung aus folgenden Faktoren vorgenommen:

- Ertragslage,
- Eigenmittel- und Liquiditätsausstattung,
- Risikotragfähigkeit,
- mehrjährige Kapitalplanung sowie
- Kapitalpuffer-Anforderungen gemäß § 10i KWG.

Die § 7 Prüfung erfolgt einmal jährlich im Januar für das vorangegangene Geschäftsjahr und wird schriftlich dokumentiert. Kommt die Alphabet Fuhrparkmanagement GmbH im Rahmen der Überprüfung zu dem Ergebnis, dass gegen eine der Anforderungen des § 7 InstitutsVergV verstoßen wurde, entfällt der Anspruch auf eine variable Vergütung für das vorangegangene Geschäftsjahr.

Leistung und Gegenleistung

„Leistung und Gegenleistung“ ist ein maßgebliches Grundprinzip der Alphabet Fuhrparkmanagement GmbH für die Gestaltung der Vergütungssystematik der Mitarbeiter. Durch eine Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg und die Honorierung der persönlichen Leistung wird diesem Prinzip Rechnung getragen. Das neue Vergütungssystem der Alphabet Fuhrparkmanagement GmbH trägt einerseits diesem personalpolitischen Prinzip Rechnung und berücksichtigt andererseits die Anforderungen der InstitutsVergV.