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Corinne Schaerli
Corinne Schärli
Marketing & Business Development Manager
Martin Erb
Managing Director
Gastautor
Fachexperten im Auftrag von Alphabet
Kenneth Aspin
Kenneth Aspin
Sales & Marketing Director
Alain Bahni
Alain Bahni
Operations Director
Verena Domnick
Supervisor Account Management

Zwischen Risiko und Sicherheit

Ivan Papa, Area Manager

Menschliches Fehlverhalten ist der grösste Risikofaktor im Strassenverkehr. Pro Jahr verursachen Unfälle auf Schweizer Strassen materielle Kosten von nahezu vier Milliarden Franken. Die effektivste Methode, um Unfall- und Folgekosten im eigenen Fuhrpark zu reduzieren, ist die Investition in präventive Massnahmen.

Obwohl die Unfallzahlen seit Jahren kontinuierlich sinken, bleibt das Ausmass an Opfern hoch. Abgesehen vom menschlichen Leid entstehen beträchtliche materielle Kosten, insbesondere für medizinische Behandlungen, Sachschäden sowie Produktionsausfälle infolge unfallbedingter Arbeitsabsenz.[1] Risiken im Strassenverkehr lassen sich zwar nicht völlig ausschliessen, zumindest aber reduzieren. Um Personen und Ressourcen zu schützen, bedarf es einer verantwortungsvollen Risikoprävention.

Risikokompetenz durch Austausch 
Wer in seinem Fuhrpark die Sicherheit erhöhen möchte, setzt sich zwangsläufig mit den Autolenkern und deren Verhalten im Strassenverkehr auseinander. Um Risiken frühzeitig zu erkennen ist der regelmässige Kontakt zwischen Flottenverantwortlichen und den einzelnen Nutzern ein Muss. Dazu gehört ebenso – mindestens einmal pro Quartal – eine Analyse der verursachten Schäden. Dies kostet den Flottenverantwortlichen zwar oft viel Zeit, schafft aber ein Risikobewusstsein, was wiederum grundlegend ist für den nachhaltigen Erfolg.

Monitoring für mehr Sicherheit 
Moderne technische Hilfsmittel sammeln viele Daten, die unter anderem auch Rückschlüsse auf das Fahrverhalten zulassen. So können zum Beispiel Informationen zu Beschleunigung, Bremsleistung und Geschwindigkeit gespeichert und ausgewertet werden. Ebenso kann eine verstärkte Abnutzung des Fahrzeugs ein Indiz für unangepasstes Fahren sein. Die Analyse des Fahrstils und anschliessende Rücksprache mit dem Fahrer fördern die Aufmerksamkeit für eine verbesserte Fahrsicherheit. Gleichzeitig lassen sich durch ausgeglichenes Fahren Ressourcen schonen und damit wiederum Treibstoffverbrauch sowie Unterhaltskosten senken.

Kontinuierliche Sicherheitstrainings für alle
Auch geübte Autolenker können in einem Fahrsicherheitstraining noch dazulernen. Denn die richtige Reaktion in kritischen Momenten kann man im Alltag nicht trainieren. Auch um die eigenen Grenzen zu kennen, ist ein Sicherheitstraining das Richtige. Geschulte Fahrer können riskante Situationen besser einschätzen und somit Unfälle vermeiden. Erfahrungen zeigen, dass Fahrsicherheitsschulungen das Unfallrisiko um 30% reduzieren. Darum ist es wichtig, dass die Verantwortlichen im Unternehmen ein klares Bekenntnis zur Unfallprävention abgeben und die Fahrer immer wieder für das Thema sensibilisieren. Eine einmalige Schulung bewirkt zwar viel, doch nachhaltige Unfallprävention muss kontinuierlich und über die Jahre betrieben werden.

Fazit
Sicherheit und Risiko gehören zusammen und bilden eine gemeinsame Herausforderung. Für mehr Sicherheit im Strassenverkehr braucht es eine neue Risikokompetenz. Prävention ist eine lohnenswerte Investition in die Zukunft, die auf lange Sicht Geld und Zeit spart. 

Quelle:
1) bfu, SINUS Report 2016. Online (02.03.2017).