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Nutzfahrzeuge, die (Un)Auffälligen

Sonja Hugelshofer, Area Manager, 02. Februar 2017

Grosse Fahrzeugflotten bestehen heute meist aus einem Mix verschiedener Personenwagen und Nutzfahrzeuge. Wo liegen die Unterschiede im Handling? Hat die heterogene Zusammensetzung auch Auswirkungen auf das Flottenmanagement insgesamt?

Die Gegensätze beginnen bereits bei der Konfiguration. Beim Nutzfahrzeug ist das Angebotsspektrum weitaus grösser. So kann man beispielsweise nicht nur zwischen verschiedenen Chassisvarianten – Kastenwagen, Pritschenwagen etc. – auslesen; auch Spurbreite, mit oder ohne Fenster, Doppelkabine für mehrere Personen, Höhe des Fahrzeuges und vieles mehr stehen zur Wahl. Die Anzahl möglicher Kombinationen ist enorm und für jedes Bedürfnis gibt es eine passende Lösung. Ausserdem brauchen Nutzfahrzeuge fast immer einen speziellen Innenausbau für die diversen Stauräume von Kleinteilen. Hierfür gibt es ebenso eine Fülle von Herstellern und Konzepten für fast jedes Anliegen.

In der Schweiz sind generell Fahrzeuge mit einem 4x4-Antrieb sehr beliebt. Auch bei Nutzfahrzeugen ist der Allradantrieb gefragter denn je. Hier beschränkt sich die Auswahl jedoch auf einige wenige Marken, da es sich um ein spezifisch schweizerisches Bedürfnis handelt. Einige Hersteller wollen nun eine Zwischenlösung schaffen, indem das Fahrzeug nicht ab Werk, sondern erst im Lieferland von einem externen Partner mit einem 4x4-Antrieb aufgerüstet wird.

 

Bewirtschaften von gemischten Flotten

Mit dem Thema Nutzfahrzeuge sollten sich Flotten-Provider künftig verstärkt auseinandersetzen, wie das Beispiel einer Schadenbewertung anschaulich aufzeigt. Personenwagen, die als Geschäftsfahrzeuge zum Lohnbestandteil zählen, müssen möglichst gut gewartet, gepflegt und in technisch einwandfreiem Zustand zurückgegeben werden. Ein Nutzfahrzeug im Vergleich dazu gilt vordergründig als Gebrauchsgegenstand. Die Schadenbewertung wird differenziert betrachtet, denn hier sind Gebrauchsspuren im höheren Mass als normal zulässig.

Gemäss autostatistik.ch lag der Anteil Neueinlösungen von Nutzfahrzeugen im Jahr 2015 bei 7,4%. Auf den ersten Blick keine grosse Nachfrage, doch im Zuge von Digitalisierung und urbaner Logistik erleben Nutzfahrzeuge eine neue Akzeptanz. Grosse Fahrzeugflotten sind heute schon heterogen aufgestellt. Aus diesem Grund braucht es zusätzliches Know-how für ganzheitliche Lösungen und Konzepte, die für alle Fahrzeugtypen und -arten mit den verschiedensten Anforderungen stimmen.