Weiter zum Hauptinhalt
Corinne Schaerli
Corinne Schärli
Marketing & Business Development Manager
Martin Erb
Managing Director
Gastautor
Fachexperten im Auftrag von Alphabet
Kenneth Aspin
Kenneth Aspin
Sales & Marketing Director
Alain Bahni
Alain Bahni
Operations Director
Verena Domnick
Supervisor Account Management

Gesamtkosten eines Leasings - das sollten Sie wissen

Verena Domnick, Teamleiterin Account Management

Kosteneffiziente Mobilität braucht klare Rahmenbedingungen über den gesamten Leasingzyklus. Nicht nur die im Voraus definierte Leasingrate, auch der Abrechnungsprozess bei der Rückgabe des Fahrzeuges ist ein wichtiger Faktor. Die Wahl des «richtigen» Leasingproviders mit den passenden Konditionen kann dabei entscheidend sein.

Ob reines Finanzleasing oder komplettes Full-Service-Leasing: Wer seinen Fuhrpark auf diese Weise finanziert, bindet sich für mehrere Jahre an einen Anbieter. Daher ist es ratsam, den künftigen Geschäftspartner sorgfältig auszuwählen. Ein frühzeitiger Ausstieg aus einem Vertrag ist im gegenseitigen Einverständnis möglich, doch in den meisten Fällen auch mit einem hohen finanziellen Mehraufwand verbunden.

Für die Wahl des idealen Leasingproviders eignet sich die Durchführung einer Ausschreibung, die der Flottenmanager basierend auf der IST-Analyse des Unternehmens erstellt und auf dessen Bedürfnisse und Anforderungen ausrichtet. Um zu wissen, welche Kosten tatsächlich anfallen, lohnt sich ein genaues Prüfen der eingegangenen Angebote. Keinesfalls sollte sich dies auf den Vergleich der Leasingraten beschränken, denn die vermeintlich günstigste Offerte kann sich im Endeffekt als teuer herausstellen. Ein «Best-Offer-Management» schliesst nicht nur den Vergleich von Leasingraten mit ein, ebenso definiert es zusätzliche Leistungen und das Abwicklungsprozedere am Ende der Leasingvertragsdauer. Bei der Rückgabe eines Fahrzeuges kommen häufig versteckte Kosten hinzu wie Schadenabrechnungen, Mehrkilometer und damit verbundene Mehrkosten durch höheren Verschleiss.

Den gesamten Leasingzyklus beachten
In der Gesamtkostenbetrachtung können Mehrkilometer oder auch die Verrechnung von Schäden, die über den normalen Abnutzungsgebrauch der Fahrzeuge hinausgehen, zu hohen finanziellen Mehraufwendungen führen. Um dies zu vermeiden, vereinbaren Flottenmanager mit dem künftigen Leasingprovider bereits im Vorfeld die Bedingungen bei Mehr- oder Minderkilometern sowie die Vorgehensweise bei Schäden zum Vertragsende.

In der Regel wird mittels Leitfaden für die Fahrzeugrücknahme festgelegt, welche Schäden als «laufzeit- und laufleistungsgerecht» angesehen und somit akzeptiert werden und welche den üblichen Fahrzeuggebrauch überschreiten. Auf jeden Fall empfiehlt es sich, die Schäden immer direkt der Versicherung zu melden, um unnötige Ausgaben bei Vertragsende zu vermeiden. Grundsätzlich lassen sich Schäden nach Ausserverkehrsetzung eines Fahrzeuges nicht mehr durch die Versicherung abwickeln und die Kosten werden auf den Leasingnehmer überwälzt. Die entsprechenden Guidelines können sich Flottenmanager vorgängig zur Verfügung stellen lassen.

Ein weiterer, wichtiger Faktor ist der Umgang mit Mehr- und Minderkilometern, die im Verlauf der Vertragszeit anfallen können. Wer bereits in der Auswahlphase darauf achtet, ob der Leasingprovider eine Anpassung von Laufleistung oder Laufzeit während der Vertragsdauer anbietet, erlebt keine unangenehmen Überraschungen bei Vertragsende. Auch Freigrenzen bei der finalen Kilometerabrechnung können zu positiven Auswirkungen in der Gesamtkostenbetrachtung führen, wenn sich dadurch kleinere Kilometerabweichungen ausgleichen lassen und der Anteil an Mehrkilometern sinkt.

Sind bei Vertragsabschluss alle Parameter des Leasingzyklus klar geregelt, verläuft die Rückgabe des Fahrzeuges nicht nur anstandslos, sondern erspart auch unnötige Kosten.