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Kenneth Aspin
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Autoindustrie im Wandel

Mehr Sicherheit, weniger Staus und eine verbesserte CO2-Bilanz: Die Vorteile von selbstfahrenden Autos sind unbestritten. Was bei uns nach Zukunftsmusik tönt, wird in den USA schon bald Realität. Von allen Seiten sind die Erwartungen gross.

Autonomes Fahren wird das Konzept vom motorisierten Verkehr neu gestalten. Kaum ein anderes Thema beschäftigt die Automobilbranche aktuell so stark. In Europa befassen sich einige namhafte Hersteller bereits seit längerer Zeit mit selbstfahrenden Fahrzeugen und den einhergehenden Veränderungen. Dieses Wissen wird intern weiterentwickelt und angereichert, um die Vorteile der neuen Transporttechnologie optimal nutzen zu können. Doch bei vielen Automobilherstellern sind diese Kenntnisse (noch) nicht vorhanden. Sie haben die Entwicklung in diesem Bereich nicht früh genug erkannt oder aber den Fokus zu stark auf das «Bewährte – noch immer gut Funktionierende» gelegt. Entsprechend fehlt heute das nötige Know-how und muss für die Zukunft teuer «zugekauft» werden.

Teilautomatisiertes Fahren ist Realität
Digitalisierung sowie Vernetzung haben jedoch in der Fahrzeugindustrie Einzug gehalten. Autos, die mit modernsten Technologien ausgerüstet sind, prägen das heutige Bild vom teilautonomen Fahren. Viele Lenker haben sich schnell an die intelligenten neuen Assistenzsysteme gewöhnt, die Verkehrszeichen erkennen und auf dem Display anzeigen, die eine Spur haltend, dem vorausfahrenden Fahrzeug mit konstanter Distanz folgen und dabei die Geschwindigkeit anpassen. Das heisst je nach Situation bis zum Stillstand ohne Zutun des Fahrers abbremsen oder eben auch wieder beschleunigen. Diese Technologien gehen bereits über den bisherigen Umfang von einfachen, hinweisenden Fahrassistenzsystemen hinaus und bilden die Vorstufe zum selbstfahrenden Auto. Noch sind wir aber vom vollkommen automatisierten Fahrzeug weit entfernt: Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Technik nicht gänzlich ausgereift und viele sicherheitsrelevante Fragen sind nicht abschliessend geklärt.

Verbindliche Massnahmen fehlen
Vorerst fehlen politische Entscheide und eine angepasste Gesetzgebung, um die fahrerlose Technologie richtig voranzutreiben. Sind diese Grundlagen geregelt, bleibt (nur) noch die Frage, wie sich die autonomen Fahrzeuge in der Übergangsphase in den Verkehr mit noch herkömmlichen Fahrzeugen integrieren lassen. Bei der Interaktion von menschlichen und algorithmischen, resp. programmierten Entscheidungen sind noch viele verkehrspolitische sowie sicherheitsrelevante Aspekte ungelöst. Erwartungsgemäss dauert die Klärung solcher Fragen oft länger als erhofft und verzögert damit das Eigentliche: die Einführung einer neuen, zukunftsweisenden Technik.

Autonomes Fahren wird kommen
Sicher ist heute schon, dass mit einer voll ausgereiften Technologie weniger Unfälle passieren, weniger Staus entstehen und die CO2-Emissionen sinken. Dies allein sollte Ansporn genug sein, den Fokus in Zukunft auf das autonome Fahren und die damit verbundenen Auswirkungen zu legen. Auch wenn es noch dauern wird; Hersteller, die diese Entwicklungen nicht frühzeitig erkennen und darauf reagieren, vergeben sich vielleicht die Chance auf künftige neue Geschäftsmodelle und können die Bedürfnisse der Kunden in Zukunft kaum mehr erfüllen. In den USA sollen in gewissen Staaten bereits im kommenden Jahr autonome Fahrzeuge erlaubt sein. Im Gegensatz dazu werden sich die meisten Fahrzeuge in der Schweiz meiner Meinung nach wohl nicht vor 2030 selbstfahrend fortbewegen.

Eine zusätzliche Konsequenz, die durch diesen Technologiesprung vorangetrieben werden muss, ist die Weiterentwicklung des Elektrofahrzeuges. Nur in der Kombination, meine ich, nutzen wir das Potenzial maximal, schaffen damit Mehrwerte, die uns einen nachhaltigen Fortschritt in der Mobilität garantieren.