Fakten & Mythen rund um Winterreifen

veröffentlicht am 27. Oktober 2016

Peter Jedloczky, Sourcing Manager

Nicht grundlos gilt der Oktober als idealer Zeitpunkt für einen Reifenwechsel. Bereits ab einer Temperatur von sieben Grad haften Sommerreifen nicht mehr optimal, die Fahrsicherheit ist eingeschränkt und das Unfallrisiko steigt.

Schnee, Eis, Matsch, aber auch tiefe Temperaturen können Strassen innert weniger Minuten in spiegelglatte Rutschbahnen verwandeln. Auf verschneiter Fläche wird der Bremsweg mit Sommerreifen etwa dreimal länger. Wer sein Fahrzeug frühzeitig wintertauglich ausrüstet, fährt deutlich sicherer durch die kalte Jahreszeit. Im Unterschied zur Sommerbereifung besitzen Winterreifen eine speziell für die Kälte optimierte Gummimischung. Bei Frost und eisigen Temperaturen verhärten sie weniger und bewahren eine bessere Bodenhaftung. Sie sind mit den Buchstaben M&S gekennzeichnet – die englische Bezeichnung für Mud & Snow oder zu Deutsch Matsch und Schnee – und tragen als weiteres Merkmal ein Schneeflockensymbol. Zusätzlich zum normalen, einfachen Profil sind Winterreifen mit Lamellen ausgestattet. In der Regel sollte das Profil mindestens eine Tiefe von 1,6 Millimetern aufweisen, empfehlenswert wären jedoch 4 Millimeter. Ebenso gilt für den Luftdruck im Reifen grundsätzlich die vom Fahrzeughersteller empfohlene Angabe. Doch abhängig von der Aussentemperatur ist es ratsam, diesen im Winter immer um 0,2 bis 0,3 bar zu erhöhen. [1]

Erhöhen Winterreifen den Treibstoffverbrauch?

Entgegen weitverbreiteten Vorurteilen verringern Winterreifen weder den Fahrkomfort noch erzeugen sie lautere Abrollgeräusche als Sommerreifen. Auch die Ansicht, dass sie mehr Treibstoff verbrauchen, trifft heute nicht mehr zu. Der Rollwiderstand unterscheidet sich kaum von jenem guter Sommerreifen. Moderne Winterreifen werden kontinuierlich optimiert, angepasst und auf ihre Effizienz geprüft. Die Vorteile der Winterbereifung sind nicht zwingend erst bei Schnee und Eis zu spüren. Schon bei kalten Temperaturen ab sieben Grad erhöht die Gummimischung den Halt auch auf trockenen Fahrbahnen. [2]

Winterreifen sorgen während der kalten Jahreszeit und wegen der oft heiklen Strassenverhältnisse für die nötige Sicherheit und bringen keine Nachteile mit sich. Wer jetzt noch mit Sommerreifen fährt, sollte in den kommenden Tagen einen Termin beim nächsten Reifenpartner vereinbaren und das Fahrzeug noch vor dem ersten Schnee winterfest aufrüsten. Schweizer Automobilisten können sich nach der Faustregel «O bis O» richten: Ende Oktober auf Winter- und nach Ostern wieder auf Sommerreifen wechseln.

Ein Verzeichnis der Alphabet-Premium-Partner finden Sie unter www.alphabet.com/de-ch/reifen-partner oder in unserer Mobile App AlphaGuide.

Quellen:
[1]
Winterreifen. Reifen-Fakten, Online (20.10.2016)
[2] Mythen und Fakten zum Winterreifen. Alltagstipp, Online (20.10.2016)

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